Artikel-Schlagworte: „Räude“

Regenekzem-Dermatophilose beim Pferd

Das Regenekzem ist seit den 80iger Jahren in Deutschland bekannt. Vor allem Pferde die viel im nassen stehen und oder zu sehr langem Fell neigen sind betroffen. Auch schattige Orte können das Problem oftmals verstärken.

Die Pferde leiden unter einem schwachen Immunsystem oftmals auch in Verbindung mit Übersäuerung und Vergiftungserscheinungen (Toxine, Schimmelpilze etc..).

Wie bei vielen andern Problemen, beginnt hier das Problem im Darm.

Was ist Dermatophilose?

Dermatophilose (Regenekzem, Regenräude) ist eine bakterielle Hautinfektion, ausgelöst durch das Bakterium Dermatophilus congolensis.

Bei welchen Pferden tritt die Krankheit bevorzugt auf?

Vor allem sind Pferde mit schlechtem Immunsystem betroffen. Gesundheit beginnt im Darm und hier spielt die Fütterung eine große Rolle. Pferde mit schwachem Immunsystem, übersäuerte Pferde und Pferde die unter Toxinen und Schimmelpilzen leiden, sind oftmals betroffen. Meistens ist deren Haut durch etwaige Erkrankungen oder Verletzungen bereits vorgeschädigt ist, sind besonders anfällig.

Wie kommt es zum Regen-Ekzem?

Die Haut ist trocken und es kommt zu kleinen Rissen. Durch langes Fell und wenig Sonne  sowie durch die Feuchtigkeit, hat das Bakterium ein leichtes Spiel. Es nistet sich in die Hautschicht des befallenen Tieres ein. Unter Luftabschluss kommt es zur schnellen Vermehrung der Bakterien.

Herbst und Winter ist die Hauptzeit für das Regenekzem oder Regenräude?

Regenkzem, Regenräude, tritt, wie es der Name schon sagt, bevorzugt in der feuchten Jahreszeit auf. Sobald die Tage kürzer werden und die Sonneneinstrahlung nach lässt. Schattig Koppeln und Paddocks mit wenig Sonneneinstrahlung sind hier besonders gefährlich.

Krankheitsverlauf?

Das Bakterium Dermatophilus nistet sich in der oberen Hautschicht ein. Sobald es zum Luftabschluss kommt, gedeiht es hervorragend. Am Anfang sind pustelartige Verdickungen an der oberen Hautschicht zu erkennen. Oftmals lassen sich die Verkrustungen leicht lösen und die darunter liegende Haut ist sichtbar und mit talgartigem Sekret verklebt.

Wunde und leicht gerötete Stellen werden sichtbar die oftmals auch erwärmt – also entzündet sind. Wir das Problem nicht gleich erkannt, kann es zur Infektion kommen und bei nicht Behandlung breitet sich das Regenekzem weiter aus. Die Bakterien verbreiten sich. Oftmals reagieren die Pferde mit Schmerzen und auch Fieber darauf.

Die Stellen können immer größer werden und die Pferde verlieren unter Umständen ganze Fellbereiche. Das ganze ist natürlich mit Schmerzen verbunden.

 

An welchen Körperregionen tritt die Dermatophilose besonders häufig auf?

Rücken, Kruppe, Hals aber auch Beine, Bauch und Seiten sind oftmals betroffen.

Erkennbare durch?

– Pustel-, bzw. Warzenbildung auf dem ganzen Rückenbereich aber auch an anderen Stellen möglich.

– Pusteln lösen sich samt befallenen Haaren mit Krusten

– Schmierige Sekretaussonderung

– Rötungen der Haut

– Entzündung und Hitze in den betroffenen Bereichen

– Berührungsempfindlich, da oftmals sehr schmerzhaft

– Kahle Stellen und Schuppenbildung

– Durch die Entzündung sind die betroffenen Bereiche oftmals geschwollen, bzw. verhärtet

– Juckreiz ist oftmals nicht vorhanden.

Behandlungsmöglichkeiten von Außen?

Grundsätzlich sollte immer ein  Tierarzt informiert werden oder ein Tierheilpraktiker.

–          Das Pferd möglichst trocken stellen und vor allem auf eine Koppel oder Paddock mit möglichst viel Sonneneinstrahlung.

–          Wenn vorhanden unter ein Solarium stellen.

–          Bitte die betroffenen Stellen z.B. mit der Ekzemseife von Joveg waschen oder mit der Kokosseife von Terrahipp (auch das Neemoshampoo ist möglich).  Bitte warmes Wasser verwenden und Einweghandschuhe dabei tragen.

–          Pusteln, Krusten vorsichtig lösen

–          Mit dem Terrahipp Hoof & Skin einsprühen (bitte täglich wiederholen)

–          Fieber messen

–          Bei Regen mit einer sauberene und desinfizierten Decke eindecken – Achtung bitte hier auf Hygiene achten. Decke sollte auch täglich desinfiziert werden (z.B. mit dem Terrahipp Stabel&Food)

–          Putzzeug, Sattelzeug und Decken sollte täglich desinfiziert werden (Terrahipp Stabel&Food)

–          Bei extrem langem Fell evtl. das Pferd scheren.

 

Behandlungsmöglichkeiten unterstützend von Innen.

–          Magen und Darm pflegen mit den Fertigen Leinsamen gemahlen (Terrahipp)

–          Bierhefe

–          Huf- und Hautfitwürfel ca. täglich 1-2 Hand voll bei einem Großpferd

–          Leber und Niere unterstützen z.B. mit Maridil Vital

–          Übersäuerung und Giftstoffe aus dem Pferd nehmen – z.B. mit Mineralerde (Grüne Mineralerde von Terrahipp)

–          Futtermittel optimieren und individuell auf das Pferd einstellen (www.terra-vet-check.online)

–          Getrocknete Hagebutte, Schwarzkümmelöl und Rote Beete

 

 

Unbedingt! – Auf Hygiene achten?

Mit Einweghandschuhen arbeiten oder Hände direkt nach der Behandlung desinfizieren z.B. mit dem Terrahipp Stabel & Food.

Putzsachen, Sattelsachen und vor allem die Paddockdecke und Abschwitzdecke täglich desinfizieren – hier kann es auch immer wieder zur neuen Ansteckung kommen! Tipp! Mit dem Terra Air Cleaner oder mit dem Terra Air Clean alles einsprühen oder vernebeln.

Achtung bei Pferden die in Gruppenhaltung stehen. Das Regenekzem kann auch an andere Pferde mit geschwächtem Immunsystem wie auch auf den Menschen übertragen werden.

Für gesunde Pferde und Menschen besteht allerdings keine Ansteckungsgefahr.

Dieser Bericht distanziert sich von allen Heilversprechen und ersetzt weder Tierarzt oder Tierheilpraktiker!

Manuela Leopold, www.terrahipp.com

Mauke, Sommerekzem oder doch MILBEN?!?

Immer wieder werden Pferde auf Mauke behandelt – ohne Erfolg. Auch gibt es viele Pferde die sich über die Sommerzeit das Fell abscheuern. Die Idee der Pferdehalter ist dann oft, dass ihr Pferd an Sommerekzem erkrankt ist. Es wird behandelt und behandelt, oftmals ohne Erfolg.
Vor allem an den Beinen können hier große Schäden entstehen. Die Milben fressen sich immer weiter unter der Haut entlang. Die Behandlung schlägt oft nicht an. Nicht selten verwächst dann die Haut mit den Sehnen der Pferde, Einschüsse entstehen und sogar Lahmheiten sind nicht selten. Mir sind einige Fälle bekannt, bei denen die Pferde durch falsche Behandlung, leider nicht mehr zu retten waren.

Es gibt mehrere Arten von Milben:

Die Grasmilbe (Sarcoptes equi equi) beginnt meist am Kopf und kann sich über Hals und Rücken ausweiten. Es bilden sich Krusten, Scheuerstellen, Knötchen und Bläschen die stark jucken. Die Haare fallen aus oder werden von den Pferden abgescheuert – oftmals auch an Bäumen oder Stallwänden. Durch den starken Juckreiz kratzen sich die Pferde oft blutig. Es kann zusätzlich zu bakteriellen Infektionen der Haut kommen.

Die Saugmilbe (Psoroptes equi) beginnt meist nicht am Kopf. Sie bevorzugt den Haaransatz von Mähne und Schweif und wandert dann weiter auf den Rumpf und vor allem auch zu den Innenschenkeln. Die angegriffene Haut sieht aus wie Pergamentpapier. Auch hier können sich Knötchen und Borken bilden wie auch starker Juckreiz.

Milbe mit dem Namen Chorioptes equi ist auch bekannt unter der Fußräude. Diese Milbe hat sich auf die Gliedmaßen der Pferde beschränkt. Vor allem in der Fellesbeuge und bei Pferden mit langem Behang wird dieser Milbenbefall oft mit der Mauke verwechselt. Die Symtome der Fußräude sind nässende Hautauschläge, Krusten- und Schorfbildung bis hin zu warzenartigen Wucherungen. Die Pferde leiden unter starkem Juckreiz, stampfen oftmals mit den Beinen auf. Beißen sich in die Beine oder schlagen sich selbst gegen die Beine.

Was ist zu tun?
Jeglicher Parasitenbefall ist Anzeichen eines geschwächten Immunsystems. Die Haut ist der Spiegel des Darms. Ist dieser nicht in Ordnung, kann auch die Haut nicht in Ordnung sein.

1. Aufbau und Pflege des Darms (Fertige Leinsamen gemahlen, Bokashi, MSM Schwefel, Mineralerden, Bierhefe)
2. Im Winter das Pferd mit der Fellkur (neu bei uns im Sortiment von EMIKO) einsprühen. Die Effektiven Mikroorganismen verbessern das Hautmilieu.
3. Einsprühen des Pferden mit unserem GrasmilbenEx. Waschen mit dem Neemoshampoo. Am Kopf mit dem GrasmilbenEx Gel arbeiten. Offene Stellen können mit der Pflegepaste von Terrahipp oder mit der neuen Pflegecreme von EMIKO behandelt werden.
4. Zubehörteile sollten mit dem Milbex eingesprüht werden.


ACHTUNG! Leider sind die Milben je nach Wetterlage auch ganzjährig möglich. Um diese Lästlinge abzuhalten empfiehlt sich ein frühzeitiger Beginn mit dem GrasmilbenEx. Sobald es wärmer wird (der Frost weg ist) sollten die betroffenen Pferde 1x wöchentlich eingesprüht werden – Präventiv. www.terrahipp.com