Kräuter-Wissen

Wann setze ich Heilkräuter ein?

Als erstes sollten Sie ihren Tierarzt oder Heilpraktiker das  Pferd anschaun lassen. Für die richtige Zusammenstellung von Heilkräuter benötigen sie eine Diagnose. Nur so ist auch wirklich gewährleistet, das eine schlimme Erkrankung ausgeschlossen werden kann. Die Diagnose ist außerdem wichtig, um die richtigen Heilkräuter für die jeweilige Erkankung auszuwählen.

Bewährt haben sich Heilkräuter in folgenden Bereichen

  • Begleitende bei schweren Erkrankungen
  • bei chronischen Erkrankungen
  • bei leichten bis mittelschweren Erkrankungen
  • zur Nachbehandlung von Erkrankungen
  • zur Stabilisierung und Prophylaxe
  • allgemeine Unterstützung
  • und natürlich auch zur Vorbeugung von Erkrankungen

So benutzen Sie Kräuter:

Kräuter kann man innerlich und äußerlich anwenden. Manche Kräuter sind nur äußerlich anzuwenden wie z.B. Arnika!

Innerliche Anwendung: Getrocknete oder frische Kräuter als Einzelkraut oder in Mischungen, evtl. auch mit heißem Wasser übergossen, ziehen lassen und nach dem Abkühlen über das Futter geben.

Äußerliche Anwendung: Umschläge, Angussverbände

Akute Zustände: Die Kräuter weden ca. ein bis acht Wochen gefüttert. Nach Abklingen noch ca. 5 Tage weitergeben.

Chronische Zustände: Die Kräuter werden als Kur vier bis sechs Wochen eingegeben. Danach sollte ca. 4 Wochen pausiert werden. Ca. 4 Kuren im Jahr sollten ausreichen.

Aufbewahrung von Kräuter:

Die Kräuter bewahrt man am besten in luftdichten , abgedunkelten Gefäßen/Dosen auf.

Sonnenhut

Echinacea wird eingestetzt für das Immunsystem, Harnwege, Atemwege, Haut

 

 

3 Kommentare to “Kräuter-Wissen”

  • admin:

    Kräuterfütterung bei Pferden – zurück zur Natur!

    Freilebende Pferde hatten früher die Möglichkeit rein instinktiv die richtigen Kräuter zu finden und aufzunehmen. Kräuter waren früher fester Bestandteil auf den Weideflächen der Pferde. Instinktiv konnte jedes Pferd zwischen guten und schlechten Kräutern unterscheiden. Pferde sind Pflanzenfresser und Kräuter werden deshalb im Verdauungstrakt des Pferdes optimal verwertet.

    Dieser Instinkt ist den meisten heutigen Pferden durch die jahrhundertelange Züchtung oftmals abhanden gekommen.
    Durch jahrelange Monokulturen und Überweidung in den Ballungsräumen, sind leider auf unseren Pferdeweiden nicht mehr all zuviele Kräuter zu finden.

    Eine natürliche Aufnahme dieser wichtigen Kräuter über den Weidegang kann also kaum mehr erfolgen.

  • admin:

    Anis: Magen-Darm, Atemwege, Kolik, Husten, Bronchitis, Rosse fördernd, Blähungen

    Brennesseln: Haut, Harnwege, Bewegungsapparat, Stoffwechsel, Niere, Sommerekzem, Hufrehe, Mauke, Arthrosen

    Fenchel: Atemwege, Magen, Darm, Verdauungsbeschwerden

    Gänseblümchen: Stoffwechsel, Atemwege, Haut, Ekzem, Hauterkrankungen

    Ginkgo: Gefäßsystem, Durchblutung, Radikalfänger, Konzentration, Hufrehe, Hufrollenentzündung

    Ingwer: Bewegungsapparat, Magen, Darm, Keitötend, Durchblutungsfördernd, Arthrosen alle Formen, Hufrollenentzündung, Weichteilschmerzen, Entzündungen (Sehnen, Muskel, Bänder), Schale, Spat, Gelenkschmerzen, Hufrehe, Hornsäulen, Ataxie, Überbeine, Kotwasser, Durchfall, Rosse fördernd.

    Isländisches Moos: Magen, Darm, Atemwege, Lunge, Bronchitis, Obere Luftwege, Kolik.

    Johanniskraut: Haut, Bewegungsapparat, Schmerzlindernd.

    Kamille: Magen, Darm, Haut, Nervensystem, beruhigend, Wundheilung, Pilze & Bakterien, Hautstoffwechsel, Koliken, Ekzem, Wunden.

    Lavendel: Magen, Darm, Verdauung, Gehirn, Insektenabwehr, Beruhigt, Zellwachstum.

    Leinsamen: Magen, Darm, Haut, Darmsanierung nach Antibiotika, Fellwechsel, Koliken, Verdauung, Pflege von Magen und Darm, Radikalfänger, Arthrose, Ekzem, Kreuzverschlag, Hufgeschwüre, Zucht, Sport, Hufwachstum.

    Löwenzahn: Leber, Niere, Bewegungsapparat, Magen, Darm, Arthorse, Stoffwechsel.

    Mariendistel: Leber, Vergiftungen, Herz- und Kreislaufsystem, Galle.

    Mädesüss: Verdauung, Rheuma, Herz, Magen, Darm, Blutreinigung.

    Meerrettich: Immunpflanze, Leber, Bewegungsapparat, Viren, Pilze, Bakterien, Durchblutung, Verdauung, Galle, Harnwege, Atemwege, Fieber, Entzündungen.

    Ringelblume: Haut, Bewegungsapparat, Bakterien, Pilze, Viren, Wundheilung, Entzündungshemmend, Ekzem, Strahlfäule, Warzen.

    Salbei: Magen, Darm, Atemwege, Immunsystem, Haut, Parasiten, Durchfall, Ekzem, Mauke, Hautpilz, Insektenstiche, Insektenabwehr, Juckreiz.

    Schafgarbenkraut: Magen, Darm, Gefäßsystem, Blähungen, Hufrollenentzündung, Hufrehe, Verdauung.

    Schwarzkümmel: Husten, Haut, Immunsystem, Allergien, Ekzem, Stoffwechsel.

    Sonnenhut/Echinacea: Immunsystem, Harnwege, Atemwege, Haut, Bakterien, Viren, Pilze, Entzündungen.

    Spitzwegerich: Atemwege, Haut, Bronchitis, Reizhusten.

    Teufelskralle: Bewegungsapparat, Spat, Schale, Arthorse, Arthritis, Chronische Entzündungen.

    Thymian: Atemwege, Magen, Darm, Bronchitis, Husten, Sekretlöser.

    Abwehrschwäche: Brennessel, Echinacea
    Altersbeschwerden: Brennessel,
    Bewegungsapparat: Brennessel, Kamille, Löwenzahn, Mädesüss, Ringelblume
    Ekzeme/Fellprobleme: Brenessel, Kamille, Löwenzahn, Mädesüss, Schwarzkümmel, Spitzwegerich, Slabei
    Fruchtbarkeit: Anis,
    Herz/Kreilauf: Brennessel, Lavendel
    Hufrehe: Brennessel, Löwenzahn, Schafgarbe
    Husten/Bronchitis: Anis, Fenchel, Isländisches Moos, Kamille, Salbei, Schafgarbe, Echinacea, Thymian, Orgeanum
    Immunsystem: Brennessel, Isländisches Mood, Ringelblume, Echinacea
    Kolik: Anis, Fenchel, Kamille, Fertige Leinsamen
    Magen/Darm: Anis, Fenchel, Kamille, Fertige Leinsamen, Mädesüss,
    Mauke: Brennessel, Mädesüss, Echinacea
    Milchmange: Anis, Brennessel, Fenchel, Fertige Leinsamen
    Nerven/Psyche: Johanniskraut, Kamille, Lavendel
    Ödeme: Brenessel, Kamille, Löwenzahn
    Pilzbefall: Lavendel, Ringelblume, Echinacea
    Rheuma: Brennessel, Kamille, Lavendel, Löwenzahn, Mariendistel, Mädesüss, Ringelblume, Schafgarbe
    Stoffwechsel: Brennessel, Löwenzahn
    Warzen: Brennessel, Löwenzahn, Ringelblume

    Buchempfehlung: Pferde gesund und vital durch Heilkräuter, Kaja Kreiselmeier, Müller Rüchlikon Verlag
    Von Apfelessig bis Teebaumöl, Cornelia Wittek, Kosmos Verlag

    Dieses Stichwortverzeichnis ersetzt nicht den Tierarzt oder Heilpraktiker. Heilversprechen werden hier keine gemacht. Bitte informieren Sie sich vor Anwendung bei ihrem Tierarzt oder Heilpraktiker.

  • admin:

    Hier einige Informationen über Teufelskralle

    Was ist die Teufelskralle?

    Die Teufelskralle ist eine Heilpflanze aus der Familie der Sesamgewächse, die vor allem in den Steppen Namibias und Südafrikas beheimatet ist. Sie ist ein krautartiges Gewächs das sich durch die bis zu 1,5 Meter langen, am Boden befindlichen Triebe, und auffallend große rosa bis purpurfarbenen Blüten auszeichnet. Ihren Namen verdankt die Teufelskralle ihren verholzten Früchten, die mit kleinen Widerhaken ausgestattet sind und sich so hartnäckig festklammern kann. Zur Herstellung von Teufelkrallepräparaten werden in erster Linie die Speicherwurzeln der Teufelskralle verwendet. Die Hauptwurzel bleibt dabei unangetastet so das ständig neue Speicherwurzeln an dieser entstehen können.

    Wie hilft die Teufelskralle dem Pferd?
    Eine Eigenschaft der Teufelkralle ist ihre entzündungshemmende und minimal schmerzlindernde Wirkung. Zusätzlich dazu sorgen die Bitterstoffe in der Teufelskralle für eine Aktivierung der Magensaftsekretion und der Galleproduktion. Die Hemmung von eiweißabbauenden Enzymen führt außerdem dazu dass der Gelenkknorpel des Pferdes nicht weiter geschädigt wird. Aus diesen Gründen verwendet man Teufelkralleextrakte bei Pferden, aber auch beim Menschen, zur unterstützenden Behandlung von degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparats. Pferde, die beispielsweise unter Arthrose in den Gelenken (Kniegelenk, Sprunggelenk, Fesselgelenk u.a.) leiden, kann unter Umständen mit einer begleitenden Teufelskrallekur geholfen werden. Aber auch Symptome wie Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden lassen sich mit dieser Heilpflanze behandeln.

    Wirksamkeit der Teufelskralle beim Pferd
    Welche Bestandteile der Teufelskralle letztendlich für die Linderung welcher Symptome verantwortlich gemacht werden kann ist bisher noch unklar. Klar ist hingegen, dass ein Extrakt aus allen Bestandteilen wirksamer zu sein scheint als die isolierten Einzelextrakte.
    Beim Pferd konnte die Wirksamkeit von Teufelskralle zudem wissenschaftlich bewiesen werden, indem man bereits in den 90iger Jahren die positive Wirkung von Teufelkralle im Vergleich mit einer konservativen Schmerzmittelbehandlung bei Spat zeigen konnte.

    Informationen zur Anwendung von Teufelskralle

    Die Wirkung von Teufelskralle ist beim Pferd erst nach schätzungsweise drei Wochen sichtbar.
    Akute Schmerzzustände beim Pferd lassen sich mit Teufelskralle nicht wirkungsvoll behandeln.
    Teufelkrallepräparate sollten kühl und lichtgeschützt aufbewahrt werden
    Teufelkralleextrakt darf nicht bei trächtigen Stuten verwendet werden
    Die Gabe von Teufelskralle wird bei Sportpferden als verbotene Medikation betrachtet.

    Fütterungsempfehlung: Mit einer kleinen Menge am Tag starten. Das Pferd an das Futter gewöhnen. Langsam die Dosierung steigern bis ca. 25-30 g am Tag bei einem Großpferd. Hilfreich kann es sein, ein Tagebuch zu führen wieviel man wann gefüttert hat und wie das Pferd läuft.

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